Er schreibt doch "Finanzielle Hintergedanken habe ich dabei keine". Ich habe keinen Grund, ihn nicht beim Wort zu nehmen.
Aber selbst wenn seine Partnerin sich prostituieren würde, wäre das treibende Motiv eines Cuckolds oder Wifesharers vom Grundsatz her nicht das Geld, sondern er zieht seinen Genuss aus dem, dass seine Partnerin eben Sex mit anderen hat. Der Kick kann in der Demütigung durch Partnerin/Bull (beim Cuckold) liegen oder an der Versautheit der Partnerin (beim Wifesharer). Manche Pärchen grenzen sich von den Gratisschnackslern und der Flut an emails bei Inseraten ab, indem sie eine finanzielle Hürde bauen und sie sich mit dem Geld dann z.B. Dessous, High Heels usw. kauft. Das ist auch nicht weiter schlimm. Ein bisschen strange ist es bloß, wenn solche Pärchen dann weit mehr kassieren wollen als professionelle Prostituierte (weil sie es z.B als Geschäftsmodell für sich entdeckt haben).
Ich meine, dass vieles in der erweiterten BDSM-Welt von den Normophilen etwas missverstanden und in falsche Schubladen abgelegt wird, Cuckold/Wifesharer insbesondere. Deswegen liest man auch immer wieder Berichte und Beschwerden von solchen Pärchen, wie unglaublich schwer es ist, den passenden Lover für die Frau zu finden. Zum schnell Ficken fänden sich sofort Tausende, aber darum geht es dabei gar nicht, weil es ein spezielles Lebensmodell ist.