Ich erlaube mir, hier in der Diskussion eine generelle Meinung und teilweise Fakten abgeben, da über die Sinnhaftigkeit des Gesetzes diskutiert wurde.
@Badener
Man kann natürlich alle Regulationen auf Kontrollwahn diverser Regierungen abwälzen, ist aber mMn. zu einfach und so nicht ganz korrekt.
Ich denke, es gibt 2 Möglichkeiten im Bezug auf PaySex und damit oftmals verbundenen Erkrankungen.
Vorher noch ein Fakt: Behandlungen von Geschlechtskrankheiten, HIV, ... werden großteils von der Krankenkasse übernommen. Es sind aber Krankheiten, die weder auf Gendefekte oder Umwelteinflüsse zurück zu führen sind. Also zahlt die Bevölkerung auch für jene, die freiwillig (Freier) ein erhöhtes Risiko eingegangen sind und den Jackpot bekommen haben. Z.B. Hobbysportler, welche z.b. Klettern, Fallschirm springen,... müssen eigentlich eine Zusatzversicherung abschließen, da die öffentliche Hand NICHT mehr für die gesamten Kosten aufkommt. Was ich persönlichbauch für ok empfinde, dass ggf. hier ein Regress ggf. stattfinden kann.
Warum ist es mMn. so weit gekommen, dass auch im Paysex eingegriffen wird? Hier ist wieder mal die Ignoranz und die Präpotenz des Menschen schuld. Einerseits haben die Damen weiter ihre Dienste ungeschützt angeboten, obwohl sie (wissendlich) krank waren und selbiges gibt und gab es auch auf der Freierseite. So wurden die Krankheiten wunderbar weiterverarbeitet. Dies gilt natürlich nicht nur im Paysex Bereich (siehe NoAngels), hier ist die Verbreitung aber nicht so rasant mangels Quantität an Kontakten.
Nun zu den 2 Möglichkeiten, die die GGK bzw. Öffentliche Hand hat:
Möglichkeit 1: Totale Freiheit, jeder soll ficken wie und wen er will. Dann sollte aber die Behandlung sexuell übertragbarer Krankheiten einen Selbstbehalt von 100% haben. Da werden auch einige schimpfen, pleite gehen,...
Möglichkeit 2: die sexuellen Dienstleistungen so regulieren, dass die Verbreitung verlangsamt oder (unwahrscheinlicherweise) unterbunden wird.
Punkt 2 haben wir jetzt und alle schreien laut auf.
Der offensichtliche Superspreader ist nun mal der Steassenstrich. Kaum Hygiene, Waschmöglichkeiten, Schlammschieben in Perfektion. 1 Dame ist infiziert, 10 Kunden pro Nacht, 60 bis 70 in der Woche,... den Rest kann sich jeder ausrechnen (ausser die Wahlleiter bei der SPÖ 😅😅😅. Dass der Strassenstrich nicht nur deshalb verboten bzw. Verbannt wurde, ist mir schon klar.
Auch ist klar, dass durch das AO Werbeverbot dann mehr illegal abläuft, ist mir auch klar. Aber es gibt für nichts ein Patentrezept.
Ich wäre für Möglichkeit 1, das würde aber auch Personen treffen, die unschuldig zum Handkuss kommen.
Also ist die flirte Variante einfach die Nr. 2, mit der Einschränkung von NICHT existenznotwenigem SaferSex.
Weiters gibt es eine Statistik, dass pro Jahr 1200 Kinder von Prostituierten dem Staat auf der Tasche liegen. Allerdings diese Kinder keinen Beitrag zur Volkswirtschaft leisten werden, da diese Kinder nach 1 bis 3 Jahren Österreich wieder verlassen werden. Von den Kosten für die Behandlung der Prostituierten Rede ich noch gar nicht.
Kaum jemand beschwert sich, dass es am Arbeitsplatz, Arbeitnehmerschutzmaßnahmen gibt (Sicherheitsschuhe, Helm,...), ich sehe den Verbot des AO auch dort hin gehend. Nur halt, dass es eine Einschränkung für uns Freier ist.
Wie bei jedem Gesetz und Entscheidung, man kann es nicht jedem Recht machen.