Erlaubt oder nicht , egal ob es ein Land verbietet oder nicht, Prostitution wurde und wird immer schon ausgeübt. Wo Nachfrage oder Bedarf, da wird es auch immer ein Angebot geben. Vor Allem dann, wenn das Überleben dran hängt. Jedoch merke ich gerade an den Profilen, daß die Durchschnittspreise von 100€ nun auf 130€ in den Lockdowns gestiegen sind. Das hat nun nichts mit Risikoabgeltung zu tun, sondern damit, daß gerade
die ganz jungen Mädels sich sowieso nix im Gesetze scheren, oder einfach ins nächste Land abhauen, wenn es kritisch wird. Natürlich liegt es daran, daß nun weniger SW am Markt sind, weil sie sich wirklich an die Gesetze halten oder auch andere Jobs haben. Daher glauben ein paar dahergelaufene Mädels, sie können sich hier in einem "reichen Land" (was es schon lange nimmer ist !!!) in einem Tag das Geld verdienen, was sie in der Heimat (Rumänien,Bulgarien, Serbien, Ungarn.....nicht mal im ganzen Monat hatten. Das erzeugt natürlich einen gewissen Größenwahn, der die Preise in die Höhe treibt. Bin gespannt, wieviele dann am Boden der Tatsachen landen, wenn der Lockdown vorüber ist und die hochqualitativen Damen aus den Bars, Studios , Begleitagenturen und Laufhäusern zurück kommen. Mag sein, daß nun Einige davon auf eigene Faust im Lockdown weiter arbeiten. Schätze, dann werden diejenigen, die jetzt bis zu 130€/h exkl Taxi für Standardleistungen bekommen, wohl um die Hälfte arbeiten müssen. Das wird Viele frustrieren und die Kunden werden das zu spüren bekommen. Bzw. werden dann diejenigen wieder weiterziehen. Wer nicht mal ansatzweise Deutsch spricht und auch nur gebrochenes Englisch, oder gar auf schnelles Geld ohne viel Leistung aus ist, braucht nicht glauben, dass man trotzdem Elitepreise verlangen kann.
Zudem, wenn eine SW und ihr Kunde sowieso schon jahrelang in Kontakt sind und kaum viel andere Kontakte haben, sind beide Seiten nicht angewiesen oder bemüßigt irgendwelche Risiken einzugehen. Zudem haben die ja oft noch viel unkompliziertere Möglichkeiten ihr Schäferstündchen wo abzuhalten, ohne dass was gröberes passiert. Die wenigen Kontakte, die da zustande kommen, spielen in dieser Krise überhaupt keine Rolle. Denn ich habe jetzt noch die Fotos und Videos, wie es in den Straßenzügen der Jugend- Nachtbars im Sommer zuging, als kein Lockdown war.
Das war gespürt, wie ein Openairfestival und Volksfest, was da die Leute auf offener Strasse und in den Lokalen aufgeführt haben. Und wenn sie mit den Folgen nun daraus konfrontiert werden, dann gibts Demos, Aufmüpfigkeit und Widerstand in allen Belangen.
Genau diese Gruppierungen passen in die Altersklassen, in denen im August und September die Coronafälle zahlenmäßig eskaliert sind. Der Rest fuhr wie immer, schön an die Strände des Mittelmeers und hat dort unwissend-ungeniert verbreitet (man gönnt sich ja sonst nix) . Und das kommt uns halt seit Oktober massiv zurück. Selbstverantwortung heißt halt leider nicht : man kann und soll, alles tun, was einem so einfällt. Denn wenn die Freitheit des Einen soweit geht, daß er rücksichtslos Andere genau deshalb schädigt, ist Schluss mit Lustig. Solange das die Großzahl der Leute nicht geschnallt hat, werden wir diese Lockdowns weiter erleben. Das fängt bei den Masken an und hört dort auf, dass man sich einfach von Menschenansammlungen fern hält.